Als Large Language Models (LLMs) Ende 2022 in den Mainstream eintraten – am sichtbarsten mit dem Start von OpenAIs ChatGPT – waren nur wenige darauf vorbereitet, wie schnell sich die Dinge verändern würden. Arbeitnehmer in verschiedenen Branchen mussten experimentieren, sich anpassen und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Nun, nach mehr als drei Jahren KI-gestützter Arbeit, zeigt der ETS Human Progress Report 2026, wie Mitarbeiter diese rasante Transformation bewältigen.
Der zunehmende Druck, KI einzuführen,
KI ist tief in den Alltag verankert. Heute schätzen Mitarbeiter, dass 32 % ihrer Aufgaben die Leitung von KI-Tools beinhalten, wobei die Nutzung unter Gen Z-Mitarbeitern auf 38 % steigt. Und das ist erst der Anfang. Mit Blick auf zwei Jahre erwarten die Mitarbeiter, dass über die Hälfte (52 %) ihrer Arbeit KI-Systeme umfasst.
Für die Mehrheit ist die Einführung von KI am Arbeitsplatz zu schnell erfolgt. Sechzig Prozent der Arbeitnehmer geben an, sich unter Druck gesetzt zu fühlen, KI-Tools zu übernehmen, bevor sie bereit sind, während 65 % angeben, KI hauptsächlich zu nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
In sich schnell verändernden Märkten ist dieser Druck noch intensiver. Arbeitnehmer in Indonesien (80 %), Indien (78 %) und Vietnam (76 %) gehören zu denen, die am ehesten große KI-getriebene Veränderungen in Rollen und Erwartungen erwarten. Weltweit nehmen Menschen KI nicht an, weil sie sich sicher fühlen, sondern weil sie Schritt halten müssen.
Ein globaler Notfall bei der KI-Kompetenz
Das plötzliche Auftauchen von KI am Arbeitsplatz hat zu erheblichen Kompetenzlücken geführt. Obwohl Arbeitnehmer die Bedeutung von KI erkennen, fühlen sie sich noch nicht in der Lage, sie effektiv einzusetzen. Die Daten zeigen kritische Lücken in allen KI-Kompetenzen. Das größte Defizit liegt bei der KI-Kompetenz: ein Unterschied von 19 Punkten zwischen wahrgenommener Bedeutung und Kompetenz.
Das ist mehr als nur eine Lernkurve. Es ist eine strukturelle Herausforderung für Einzelpersonen, Arbeitgeber und ganze Branchen – eine, die Ungleichheiten vergrößern kann, wenn sie nicht angegangen wird.
Vorbereitung auf KI-Agenten
Selbst während Arbeitnehmer Schwierigkeiten haben, die heutigen Anforderungen an KI-Fähigkeiten zu erfüllen, sind viele bereits besorgt über die nächste Stufe der KI-Integration: KI-Agenten und autonome Bots. Achtundfünfzig Prozent befürchten, sie werden nicht wissen, wie man KI-Agenten verwaltet. Dennoch erwarten 76 %, dass das Management von KI-Agenten zum Standardteil ihrer Arbeit wird. Diese Erwartung ist besonders stark bei Millennials und Hochschulabsolventen, wobei 82 % in jeder Gruppe das Agentenmanagement als eine zentrale zukünftige Fähigkeit erwarten. Es ist offensichtlich, dass Arbeitnehmer versuchen, sich auf Technologien vorzubereiten, die viele Organisationen noch nicht implementiert haben – ein Indikator sowohl für ihr Bewusstsein als auch für ihre Angst.
Wie der Umgang mit KI die Wahrnehmung verändert
Die Daten bieten eine eindrucksvolle Erkenntnis: Wie Arbeitnehmer über KI denken, hängt stark davon ab, wie viel sie sie nutzen. Diejenigen, die KI häufiger nutzen, sind optimistischer hinsichtlich ihrer zukünftigen Karriereaussichten, sind selbstbewusster in ihrer Fähigkeit, relevant zu bleiben, und glauben, dass KI Türen zu neuen Rollen und Chancen öffnet. Andererseits äußern Arbeitnehmer, die KI selten nutzen, deutlich mehr Unsicherheit und Besorgnis.
Die Erkenntnis? Die Befähigung der Mitarbeitenden, KI in ihrem eigenen Tempo mit der richtigen Schulung und Unterstützung einzusetzen, könnte der Schlüssel sein, um nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern auch ihre Wahrnehmung der Technologie zu transformieren.
Die Bestätigungsresolution
Da KI zu einer prägenden Kompetenz am Arbeitsplatz wird, fordern Arbeitnehmer Transparenz. Sie wollen neue Wege, ihre KI-Fähigkeiten zu validieren, zu bewerten und zu signalisieren, sowie Arbeitgeber, ihre Erwartungen besser zu kommunizieren. Laut dem Bericht:
- 73 % der Arbeitnehmer haben Schwierigkeiten zu verstehen, welches Maß an KI-Kompetenz Arbeitgeber erwarten.
- 80 % der Menschen wollen Zertifizierungen, die ihre KI-Fähigkeiten bestätigen.
- 76 % der Mitarbeiter wünschen sich, sie hätten ein besseres Verständnis dafür, wie ihre KI-Fähigkeiten im Vergleich zu anderen in ihrem Bereich abschneiden.
Arbeitnehmer fragen nicht mehr, ob KI ihre Arbeitsplätze verändern wird. Sie bitten um einen Fahrplan – einen, der ihnen zeigt, wie Gutes aussieht, wie man seine Bereitschaft misst und wie man heraussticht, wenn KI zur Grunderwartung wird.
Werfen Sie einen genaueren Blick darauf: Lesen Sie den Human Progress Report 2026
Der ETS Human Progress Report 2026 bietet einen umfassenden Einblick darin, wie Arbeitnehmer weltweit den KI-Übergang erleben. Er untersucht außerdem umfassendere Trends, die die Zukunft der Arbeit prägen, wie Anpassungsfähigkeit, Bildung und Zertifizierung.
Um die Erkenntnisse vollständig zu erkunden , laden Sie den Bericht hier herunter.