Emily Kerzabi ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Psychometrische Analyse und Forschung (PAR) bei ETS, wo sie hauptsächlich bei psychometrischer Forschung und operativer Arbeit für die internationalen PISA- und PIAAC-Bewertungen unterstützt und die Zuverlässigkeit der Coder sowie das maschinengestützte Kodierungssystem für konstruierte Antworten überwacht. Ihre Arbeit arbeitet mit dem Deutschen Institut für Bildungsforschung (DIPF) an der Entwicklung eines automatischen Antwortkodierungssystems zusammen, das die Effizienz und Genauigkeit menschlicher Codierung in Ländern und Sprachen verbessert. Kerzabi arbeitet außerdem eng mit der Gruppe Psychometric and Data Science Modeling in der Abteilung für Forschung und Messwissenschaft zusammen. Dort unterstützt sie die kollaborative Problemlösungsdatenerhebung und -analyse sowie die Entwicklung des EPCAL-Systems, das für die vollständige Online-Verwaltung von kollaborativen Aufgaben an Gruppen verantwortlich ist. Weitere Systeme in der EPCAL-Familie, die sie mitentwickelt, umfassen ein Lehrerpanel für die lehrergeleitete Verwaltung kollaborativer Aufgaben im Klassenzimmer sowie ein Annotationstool zum Training und effektiver Codierung kollaborativer Chatdaten nach einem innovativen "just-in-time"-Ansatz.
Sie schloss ihren Masterabschluss in Forschung zu Lehre und Lernen an der Technischen Universität München ab und arbeitete mit PISA Deutschland zusammen, um die Reaktionsgeschwindigkeit in der Bewertung 2015 zu analysieren. Als Doktorandin beteiligte sie sich außerdem an der Gestaltung und Entwicklung eines EU-Erasmus+-Forschungsprojekts, das darauf abzielt, soziale, emotionale und interkulturelle Kompetenzen bei Jugendlichen zu fördern. Neben ihrer Arbeit am ETS steht sie kurz davor, einen zweiten Graduiertenabschluss in quantitativen Methoden an der University of Pennsylvania abzuschließen.